Abtsdorf (bei Agnetheln)
- ein ehemals deutsches Dorf in Siebenbürgen

LINK: Video Abtsdorfer Treffen 2010 eingesendet von Familie Dietrich

Fotoalbum Kulturelles Programm (Album öffnen durch Klick auf Foto)

Fotoalbum Beisammensein und Tanzabend (Album öffnen durch Klick auf Foto)


Zum 14. Mal wurde die Abtsdorfer Gemeinschaft gefeiert
Abtsdorfer Heimattreffen am 04. September 2010 in Unterwinstetten

"Zurück zum Ursprung" - so könnte man das 14. Abtsdorfer Heimattreffen mit drei Worten beschreiben. Alle zwei Jahre ist das ein besonderes Ereignis im Leben der Abtsdorfer Gemeinschaft, und dieses Mal umso mehr da das erste Zusammentreffen vor 26 Jahren ebenfalls in der Gaststätte "Waldesruh" in Unterwinstetten bei Dinkelsbühl stattfand. Man kehrte also zum "Ursprung" zurück. Dem Ursprung, an dem die Abtsdorfer Nachbarschaft gegründet wurde.

Unverändert seit dem ersten Treffen war die ausgesprochen gute Stimmung und Herzlichkeit der Abtsdorfer. Genau die Art von Nähe und Wärme, die unsere Landsleute oft auch Jahre und Jahrzehnte nach der Aussiedlung in ihren neuen Wohnorten vermissen, spürte man deutlich.

Auch Pfarrer Wilhelm Meitert trug mit seiner Andacht dazu bei, bei den Abtsdorfern ein Gefühl von "Heimat" in Erinnerung zu rufen. Er war extra für dieses Treffen aus Siebenbürgen angereist und dafür sei ihm erneut ein herzlicher Dank ausgesprochen. Nach dem Mittagessen begeisterte ein gemeinsamer Aufmarsch von allen Trachtenträgern das Publikum. Die Crailsheimer Trachtentanzgruppe (Leitung: Christa Klein-Bruckner) zeigte im Anschluss daran drei Volkstänze. Trotz Mangel an Proben und dem damit verbundenen Lampenfieber erntete die Tanzgruppe für ihren Auftritt viel Applaus. Die Tänzer der Tanzgruppe und auch alle anderen Trachtenträger schwelgten in Erinnerungen an Früher als spontan bekannte alte Volkslieder angestimmt wurden.

Nach Kaffee und Kuchen fanden am Nachmittag die Wahlen des neuen Vorstandes der Abtsdorfer HOG statt. In den Vorstand gewählt wurden: Inge Selz, Johanna Schuster, Michael Konnerth, Erwin Arz, Regina Müller, Mathilde Melzer, Renate Ramp-Wagner, Anita Meister und Renate Jäger. Als neu gewählte Nachbarmutter betonte Renate Jäger abschließend, dass die Gemeinschaft der Abtsdorfer etwas ganz Besonderes sei und dass diese auch nur gemeinschaftlich, sei es im Vorstand oder in den Organisationsteams, so weiter fortgeführt werden kann.

Neben dem geselligen Beisammensein mit vielen Gesprächen unter Verwandten und Freunden war auch genug Platz auf der Tanzfläche vorhanden. Den nutzten die Abtsdorfer besonders gern denn die Band "Stern Trio" sorgte dafür dass auch müde Beine einfach mitmachen MUSSTEN. Somit füllte sich die Tanzfläche ganz schnell. Die gute Stimmung hielt schließlich bis in die Morgenstunden.
Auf das nächste Treffen in 2010 freuen sich bereits alle.


Text: Anita Meister

Neuer Vorstand Abtsdorfer Nachbarschaft 2010-2012

Inge Selz, Johanna Schuster, Renate Jäger (Nachbarmutter), Anita Meister, Michael Konnerth (scheidender Nachbarvater) , Erwin Arz,
Regina Müller, Renate Ramp-Wagner, Mathilde Melzer (verhindert)

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Eröffnung und Begrüßung zum 14. Abtsdorfer Treffen in Unterwinstetten

Sehr geehrter, lieber Herr Pfarrer Meitert,
Liebe Abtsdorfer Freunde,
Meine sehr geehrte Damen und Herren!

Endlich ist er da, der lang ersehnte 04. September 2010, den wir bereits zu Beginn des Jahres in unserem Terminkalender dick angekreuzt haben.
Und mit ihm - in diesem Jahr bereits zum 14 Mal - ein neues Abtsdorfer Heimattreffen.

Im Namen des Vorstandes darf ich Sie zu unserer heutigen Zusammenkunft aufs herzlichste begrüßen und willkommen heißen. Ich freue mich, dass so viele Abtsdorfer und deren Freunde den Weg nach Unterwinstetten gefunden haben, um gemeinsam ein paar schöne Stunden zu verbringen.

Heimattreffen sind immer ein besonderes Ereignis im Leben einer Gemeinschaft. Zum einen bringen sie Menschen zusammen, die eine mehr oder weniger lange Strecke ihres Lebensweges gemeinsam in ihrem Geburtsort verbracht haben, die aber durch die Aussiedlung voneinander getrennt wurden und heute verstreut über das ganze Bundesgebiet siedeln; zum anderen geben sie den Teilnehmern eine Nähe und Wärme, die unsere Landsleute oft auch Jahre und Jahrzehnte nach der Aussiedlung in ihren neuen Wohnorten so sehr vermissen.
Auch das Wetter scheint heute ganz auf unserer Seite zu stehen: herrlicher Sonnenschein und wohltuende spätsommerliche Wärme. Sie bestätigen eine alte Lebensweisheit: "Wenn Engel reisen, freut sich der Himmel."
Und wenn ich mich im Saal so umschaue, überall leuchtende Augen und strahlende Gesichter! Dies kommt sicherlich daher, dass wir Abtsdorfer die Sonne - egal wie die Witterung draußen auch sein mag - im Herzen tragen und diese unsere Gesichter mit der Sonne am Himmel um die Wette strahlen lässt.

Liebe Freunde, der Ortsname "Unterwinstetten" hat für uns Abtsdorfer einen besonderen Klang. Hier in der Gaststätte "Waldesruh" haben wir am 27. Oktober 1984, also vor 26 Jahren, unser erstes Heimattreffen gefeiert und die hiesige Abtsdorfer Nachbarschaft aus der Taufe gehoben. Damit wurde der Grundstein für eine beispiellose Erfolgsgeschichte gelegt, die auch heute noch anhält. Heute ist die Abtsdorfer Nachbarschaft eine feste Größe unter den mehr als 200 siebenbürgisch-sächsischen Nachbarschaften und Heimatortsgemeinschaften in der Bundesrepublik Deutschland; ihre Tätigkeit gilt als beispielhaft. Nicht zuletzt haben wir Abtsdorfer uns in all den Jahren ein neues Selbstbewusstsein, ein neues Selbstwertgefühl aufgebaut, was unsere Integration in die bundesdeutsche Gesellschaft wesentlich erleichtert.
Ja liebe Landsleute, wir haben seit der Gründung unserer Nachbarschaft viel erreicht.

Und diese Arbeit wollen wir weiterführen. Dabei kommen mir zwei japanische Sprichwörter in den Sinn, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Das eine lautet: "Der Fleißige hat immer was zu tun!" und das andere sagt ebenfalls kurz und knapp: "Platz für besser werden ist immer da!".
Diese weisen Sprüche treffen vor allem auf uns Abtsdorfer zu, die wir ja wegen unseres Fleißes und unserer Tüchtigkeit weit und breit bekannt sind..

Daher liebe Abtsdorfer, an das Erreichte anknüpfen und an diesem weiterarbeiten, das ist unsere Devise für die kommenden Jahre. Denn - um eine weitere Lebensweisheit nachzureichen - "Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein."
Alle drei Lebensweisheiten möchte ich aber auch dem Vorstand, den wir heute neu wählen werden, ans Herz legen.

Liebe Freunde,

gemeinsam mit allen Abtsdorfern begrüße ich Herr Pfarrer Wilhelm Meitert. Wir freuen uns, lieber Herr Pfarrer, dass sie aus Siebenbürgen angereist sind, um die kirchliche Andacht zu halten und die Totenehrung vorzunehmen. Es ist dies bereits das sechste Mal, dass Sie diesen für unsere Landsleute so wichtigen Programmpunkt übernehmen.

Nicht zuletzt geht unser Gruß an alle Abtsdorfer in der Zerstreuung, die heute - aus welchem Grund auch immer - nicht dabei sein können, sowie an die Landsleute in Siebenbürgen, mit denen wir uns verbunden fühlen.

Liebe Landsleute, der weitere Programmablauf sieht wie folgt aus:

    1. Kirchliche Andacht, gestaltet durch Herrn Pfarrer Wilhelm Meitert,
    2. Gemeinsames Mittagsessen, denn gestärkt geht alles besser,
    3. Auftritt der Crailsheimer Tanzgruppe
    4. Vorstandswahlen, und anschließend
    5. Geselliges Beisammensein bei Musik und Tanz mit dem "Sternduo" aus Stuttgart.

Lieber Herr Pfarrer Meitert,

wir Abtsdorfer, halten auch nach der Aussiedlung an unserem Glauben fest. Mit Gott im Dialog bleiben und Gottes Segen zu erbitten sind uns wichtig, Dies gibt uns Trost und Kraft, Hoffnung und Zuversicht. Deshalb wollen wir auch den heutigen Festtag mit Gottes Wort beginnen.

Wir bitten Sie um die kirchliche Andacht und daran anschließend um das Tischgebet.

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