1981 Die deutsche Abteilung an der seit 1960 gemeinsamen Abtsdorfer Schule wird wegen zu geringer Schülerzahl aufgelöst. Die Auswanderung der Abtsdorfer Sachsen in die Bundesrepublik Deutschland setzt verstärkt ein.
1984 Das schadhafte Kirchendach wird ausgebessert. Am 27./28.Oktober gründen die ausgesiedelten Abtsdorfer auf ihrem ersten Treffen in Dinkelsbühl/Unterwinnstetten ihre hier im Westen wirkende Nachbarschaft. Am 15. Dezember erscheint die erste Nummer des Abtsdorfer Heimatechos dem Nachrichtenblatt der Abtsdorfer Nachbarschaft, von dem bislang 40 Ausgaben erschienen sind.
1985 Zum letzten Mal wird in Abtsdorf das Kronenfest gefeiert.
1986 Am 1. Januar zählt Abtsdorf 333 Einwohner. Davon sind 145 Sachsen (43,6 %), 182 Zigeuner (54,6 %) und 16 Rumänen (1,8 %). Durch Abwanderung in die Städte und Auswanderung in die Bundesrepublik Deutschland haben bis zu diesem Zeitpunkt 355 Sachsen dem Heimatort den Rücken gekehrt. Am 4. Oktober findet in Dinkelsbühl das zweite Abtsdorfer Treffen statt.
1987 Wegen zu geringer Kinderzahl wird der Abtsdorfer Kindergarten aufgelöst.
1988 Am 3./4. September treffen sich die Abtsdorfer zum dritten Mal, diesmal in Stuttgart/Weilimdorf.
1989 Die evangelische Kirche erhält einen neuen Anstrich. Am 22. Dezember wird in Rumänien die Diktatur Ceausescus gestürzt.
1990 Zum letzten Mal werden in Abtsdorf Maibäume aufgestellt. Am 1./2. September kommen die Abtsdorfer in Ingolstadt zu ihrem vierten Treffen zusammen. Allein in diesem Jahr wandern 245 Abtsdorfer aus, davon 69 aus der Heimatgemeinde. 1991 und 1992 kommen noch 117 hinzu.
1991 Am 6. Oktober findet in Abtsdorf die letzte evangelische Taufe statt.
1992 Am 12./13. September kommen die Abtsdorfer in Waldkraiburg zu ihrem fünften Treffen zusammen.
1994 Am 29. Juli findet der letzte Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Abtsdorf statt. Abtsdorf zählt insgesamt 253 Einwohner. Davon sind 6 (2,5 %) Sachsen, 12 Rumänen (4,5 %) und 235 Zigeuner (93,1 %). Am 17./18. September feiern die Abtsdorfer im Kurhaus Bad Rappenau das 10-jährige Jubiläum ihrer hier im Westen wirkenden Nachbarschaft. Zum Rahmenprogramm gehört die Ausstellung "Abtsdorf - ein ehemals deutsches Dorf in Siebenbürgen" ebenso wie das Auftreten der Abtsdorfer Trachtengruppe.
1995 Mit geänderter Konzeption und zusätzlichen Themen wird die Ausstellung "Abtsdorf - ein ehemals deutsches Dorf in Siebenbürgen" (9. September bis 15. Oktober) mit großem Erfolg im städtischen Museum Bad Rappenau gezeigt.
1996 Die Abtsdorfer Blaskapelle wird durch Heinrich Mangesius neu gegründet. Am 28. September findet in Neuenburg am Rhein das siebente Abtsdorfer Treffen statt. Es wirken mit die Abtsdorfer Trachtengruppe (Leitung: Gerda Gross), die Abtsdorfer Blaskapelle (Leitung: Heinrich Mangesius) und der Chor aus Neuenburg-Zienken (Leitung: Mathias Untch). Die Struktur der Abtsdorfer Nachbarschaft wird mit der Wahl einer Gemeindevertretung neu geordnet, um den Herausforderungen der Zukunft optimal zu begegnen.
1997 Zum Muttertag erscheint das Abtsdorfer Heimatbuch "Abtsdorf - ein ehemals deutsches Dorf in Siebenbürgen" von Michael Konnerth.
1998 Am 5. September kommen rund 300 Abtsdorfer in der Stadthalle Simbach/Inn zu ihrem 8. Begegnungsfest zusammen. Es treten auf die Abtsdorfer Singgruppe (Leitung: Matthias Pelger) und die Siebenbürgische Tanzgruppe aus Ingolstadt, in der auch 2 Abtsdorfer mitwirken.
2000 Das 9. Abtsdorfer Treffen findet am 10. Juni in Crailsheim statt. Das Kulturprogramm bestreiten der Siebenbürgische Trachtenchor der Kreisgruppe Crailsheim-Schwäbisch Hall (Leitung: Matthias Pelger) und die Siebenbürgische Tanzgruppe (Leitung: Helmut Untch).
2001 Die Abtsdorfer Trachtengruppe (Leitung Michael und Johanna Schuster) beteiligt sich am großen Festumzug anlässlich der baden-württembergischen Heimattage in Bad Rappenau; die Tanzgruppe unter der Leitung von Helmut Untch tritt im Festzelt erfolgreich auf.
2002 Am 7. September kommen die Abtsdorfer in Lenting/Ingolstadt zu ihrem nunmehr 10. Nachbarschaftstreffen zusammen.
2004 Am 4. September feiert die Abtsdorfer Nachbarschaft in Stuttgart-Untertürkheim im Beisein von Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster ihr 20- jähriges Jubiläum. Bereichert wird das anspruchsvolle Programm von den Darbietungen des Siebenbürgischen Trachtenchors unter der Leitung von Gernot Wagner und des Abtsdorfer Gesangtrios (Regine Müller, Emma Kovacs und Hans Klöös (alle Ingolstadt).
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