1946 Das orthodoxe Kirchengebäude wird nach Osten durch einen Altarraum erweitert.
1947 Am 30. Dezember wird der rumänische König Michael zur Abdankung gezwun- gen. Rumänien wird Volksrepublik.
1948 Durch die Schulreform übernimmt der kommunistische Staat die bis dahin in kirchlicher Obhut befindlichen Schulen der Siebenbürger Sachsen. Die Abtsdorfer Volksschule wird in eine Grundschule umgewandelt (Klassen 1 - 4). Fortan besuchen die Abtsdorfer Schüler ab der 5. Klasse hauptsächlich die Schulen in Bürgisch und Agnetheln.
1949 Mit Pfarrer Fromm erhält die Gemeinde wieder einen eigenen Seelsorger. Am 15. März beginnt in Rumänien die Kollektivierung der Landwirtschaft. Am 26. Juni wird in Deutschland die Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen gegründet.
1950 Durch die nach sowjetischem Muster durchgeführte Verwaltungsreform (Einteilung in Regionen und Rayone) verliert Abtsdorf seine Selbstständigkeit und wird an die Gemeinde Bürgisch angeschlossen. Abtsdorf gehört fortan zum Rayon Agnetheln und zur Region Stalin (Kronstadt).
1953 Am 19. September tritt das Bundesvertriebenengesetz der Bundesrepublik Deutschland in Kraft.
1954 Am 24. März wird die Abtsdorfer Landwirtschaftliche Produktionsgenossen- schaft (LPG) "Rosa Luxemburg" gegründet.
1955 Nach 12-jähriger Unterbrechung wird in Abtsdorf das Kronenfest wieder gefeiert. Abtsdorf wird an das öffentliche Stromnetz angeschlossen.
1956 Am 13. März wird der Abtsdorfer Kindergarten wieder eröffnet. Die 1945 den Abtsdorfer Sachsen weggenommenen Höfe und Häuser werden ihnen wieder zurückgegeben. In der Folgezeit entsteht mit staatlicher Unterstützung eine neue "Ziganie" unterhalb der Gemeinde.
ab 1958 Die LPG errichtet am Nordende der Gemeinde mehrere Stallungen, Magazine und Werkstätten.
1961 Im März wird die Postagentur Abtsdorfs eingerichtet.
1961-1964 Am evangelischen Kirchengebäude werden umfangreiche Renovierungs- und Konsolidierungsarbeiten durchgeführt.
1962 Die Kollektivierung der rumänischen Landwirtschaft wird abgeschlossen. Die Abtsdorfer Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft wird mit der aus Bürgisch zusammengelegt.
1965 Nicolaie Ceausescu wird Generalsekretär der Rumänischen Kommunistischen Partei. Am 18. August erhält Rumänien eine neue Verfassung und heißt fortan Sozialistische Republik Rumänien. Die ersten zwei Abtsdorfer Familien wandern im Rahmen der Familienzusammenführung nach Deutschland aus.
1966 Die Straße zu dem 5 km südlich von Abtsdorf gelegenen Bürgisch wird geschottert.
1967 Rumänien erhält eine neue Verwaltungsgliederung (Großkreise und Großgemeinden). Abtsdorf gehört weiterhin der Gemeinde Bürgisch, jedoch dem Kreis Hermannstadt, an.
1968 Das Gebäude der rumänischen Staatsschule wird umgestaltet und auf drei Klassenzimmer erweitert. In der Folgezeit werden auch die sächsischen Kinder in diesem Gebäude unterrichtet. Ende des Jahres wird der Busverkehr auf der Strecke Abtsdorf - Bürgisch - Agnetheln aufgenommen.
1968-1969 Ein Teil der Gehsteige im Ort wird mit Betonplatten belegt.
1970 Der Abtsdorfer Kirchenchor löst sich auf.
1975-1976 Die Forststraße über die "Hill" ins Rohrbachtal und von dort bis unterhalb des sogenannten "Punkt B" wird gebaut.
1978 Im Januar unterzeichnen Bundeskanzler Helmut Schmidt und der rumänische Diktator Nicolae Ceausescu ein Abkommen über die Familienzusammenführung. Der Glockenturm wird renoviert, ein neuer Turmknopf aufgesetzt und ein Blitzableiter angebracht.
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