um 1000 Der ungarische König Stephan der Heilige gründet in der Pannonischen Tiefebene das Ungarische Königreich und beginnt mit der Eroberung Siebenbürgens
1141-1162 Der ungarische König Geysa II. ruft die ersten deutschen Siedler (die späteren Siebenbürger Sachsen) ins Land
um 1200 Mönche des Zisterzienserordens errichten am Altfluss die Kerzer Abtei. Wahrscheinlich wird kurz danach durch die Mönche der Abtei auch Abtsdorf gegründet.
1211 König Andreas II. ruft den Deutschen Ritterorden ins Burzenland
1224 König Andreas II. gewährt im "Goldenen Freibrief" den deutschen Siedlern "von Broos bis Draas" ausgedehnte Freiheiten und Privilegien
1241-1242 Die Mongolen (Tataren) verwüsten den Donau-Karpaten-Raum und damit auch Siebenbürgen
1285 Die Tataren fallen erneut in Siebenbürgen ein.
1322 Abtsdorf wird erstmals in einer Urkunde des ungarischen Königs Karl Robert unter dem Namen "villa Abbatis" (Dorf des Abtes) erwähnt. Die Bewohner waren Untertanen des Klosters von Kerz.
1395 Die Türken fallen zum ersten Mal ins Burzenland ein.
1399 Ein Michael, "comes de villa Abbatis", führt einen Prozess gegen den Adligen Nikolaus von Malmkrog wegen einer Erbschaft nach seiner Großmutter. Dieser Michael ist der erste namentlich bekannte Abtsdorfer.
um 1400 Der Ort wird in zwei Steuerverzeichnissen des Kosder Landkapitels wieder als "villa Abbatis" genannt. Er gehörte der Magareier Surrogatie an und zählte zusammen mit Bürgisch zu den kleineren Gemeinden der Gegend.
1418 König Sigismund von Luxemburg bestätigt der Kerzer Abtei ihre Freiheiten und ihr Protektorat in den Abteibesitzungen. Diese müssen eine Zehntquarte (den vierten Teil vom Zehnten) an die Abtei abführen. Darunter befindet sich auch "villa Abbatis".
ab 1440 Die Einfälle der Türken in Siebenbürgen und die angerichteten Verwüstungen nehmen zu.
um 1450 Anstelle einer früheren Holzkirche wird in Abtsdorf das jetzige evangelische Kirchengebäude errichtet.
1474 König Matthias Corvinus löst die Kerzer Abtei auf. Deren Besitzungen - darunter auch Abtsdorf - werden der Hermannstädter Pfarrkirche zugesprochen. Später geht der Ort in den Besitz der "Siebenrichter" über. Bis zur Aufhebung der Leibeigenschaft 1848 bleibt Abtsdorf "Siebenrichtergut", also Besitz der Sieben Stühle der Hermannstädter Provinz.
1495-1509 In den Hermannstädter- und Siebenrichterrechnungen wird "Apesdorff" mit seinen Steuerleistungen als kleinster Ort unter den ehemaligen Kerzer Abteigütern verzeichnet.
1496 "Absdorf" führt vier Gulden an den Hermannstädter Grundherrn ab.
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